Wahrscheinlich haben auch Sie schon oft genug kleine Anzeigen in den Medien gesehen, in denen die Tuner mit dem Zauberwort “Chip-Tuning” zum Teil viel versprechende und verlockende Angebote machen. Bis zu 30 PS mehr Leistung in einem 1,9l TDI und somit immerhin auch beachtliche 33% Mehrleistung. Das hat sicherlich Ihre Neugierde geweckt? - Vielleicht haben Sie auch schon gute Erfahrungen mit dieser Art Tuning gemacht? - Oder sehen Sie der ganzen Sache mit Skepsis entgegen? 
 
Wie auch immer! Die folgenden Seiten sollten auch Sie überzeugen, dass dieses “Zauberwort” nicht nur ein haltloser Zauber ist. War früher noch ein enormer Aufwand zum Ändern und Anpassen des Motors durch die mechanische Bearbeitung von Teilen zu betreiben, um eine Steigerung der Leistung zu erreichen, so ist bei vielen Fahrzeugen heute lediglich ein kleiner “Eingriff” in das elektronisch geregelte Motormanagement vorzunehmen, um den gleichen Effekt zu erzielen. Das Motorsteuergerät ist die Zentrale für die Kraftstoffaufbereitung des Motors. 

Dieses Steuergerät ist ein kleiner Computer. Er nimmt verschiedene Parameter auf, die wichtigsten sind Gaspedalstellung (Last) und Drehzahl. Selbstverständlich werden auch weitere Parameter, wie Ladedruck, Luftdruck, Motor- und Lufttemperatur usw., registriert und aus ihnen die Einspritzmenge sowie der Soll-Ladedruck ermittelt. Über jeden aufgenommenen Parameter wird durch die im EPROM (sog. Chip) fest gespeicherten Kennfelder ein Wert ermittelt, der, durch eine komplexe Überlagerung verschiedener Werte, schließlich zu den gewünschten Ausgabe- werten “Einspritzmenge” und “Ladedruck” führt. Und genau hier setzt das Chip-Tuning an. Die wichtigsten Kennfelder sind drei-dimensional aufgebaut, d.h. zu dem Schnittpunkt zweier Parameter wird ein dritter Wert ermittelt. In der Praxis bedeutet das: Zu jeder Gaspedalstellung, in Abhängigkeit der Drehzahl, werden über die vorgegebenen Kennfelder die Ausgabewerte für Einspritzmenge und Ladedruck ermittelt. Beim Chip-Tuning wird der Ladedruck durch Ändern des Ladedruck-Kennfeldes angehoben. Somit steht dem Motor mehr Sauerstoff für die Verbrennung zur Verfügung, wodurch folglich auch die Einspritzmenge angehoben werden kann. So kommt die Leistungssteigerung zustande. 

Hat Sie das noch nicht überzeugt? Dann sollten Sie einmal die Möglichkeit einer unverbindlichen Probefahrt nutzen.