| Wie auch immer! Die folgenden Seiten sollten auch Sie überzeugen,
dass dieses “Zauberwort” nicht nur ein haltloser Zauber ist. War früher
noch ein enormer Aufwand zum Ändern und Anpassen des Motors durch
die mechanische Bearbeitung von Teilen zu betreiben, um eine Steigerung
der Leistung zu erreichen, so ist bei vielen Fahrzeugen heute lediglich
ein kleiner “Eingriff” in das elektronisch geregelte Motormanagement vorzunehmen,
um den gleichen Effekt zu erzielen. Das Motorsteuergerät ist die Zentrale
für die Kraftstoffaufbereitung des Motors.
Dieses Steuergerät ist ein kleiner Computer. Er nimmt verschiedene
Parameter auf, die wichtigsten sind Gaspedalstellung (Last) und Drehzahl.
Selbstverständlich werden auch weitere Parameter, wie Ladedruck,
Luftdruck, Motor- und Lufttemperatur usw., registriert und aus ihnen die Einspritzmenge sowie der Soll-Ladedruck
ermittelt. Über jeden aufgenommenen
Parameter wird durch die im EPROM (sog. Chip) fest gespeicherten Kennfelder
ein Wert ermittelt, der, durch eine komplexe Überlagerung verschiedener
Werte, schließlich zu den gewünschten Ausgabe- werten “Einspritzmenge”
und “Ladedruck” führt. Und genau hier setzt das Chip-Tuning an. Die
wichtigsten Kennfelder sind drei-dimensional aufgebaut, d.h. zu dem Schnittpunkt
zweier Parameter wird ein dritter Wert ermittelt. In der Praxis bedeutet
das: Zu jeder Gaspedalstellung, in Abhängigkeit der Drehzahl, werden
über die vorgegebenen Kennfelder die Ausgabewerte für Einspritzmenge
und Ladedruck ermittelt. Beim Chip-Tuning wird der Ladedruck durch Ändern
des Ladedruck-Kennfeldes angehoben. Somit steht dem Motor mehr Sauerstoff
für die Verbrennung zur Verfügung, wodurch folglich auch die
Einspritzmenge angehoben werden kann. So kommt die Leistungssteigerung
zustande.
Hat Sie das noch nicht überzeugt? Dann sollten Sie einmal die Möglichkeit
einer unverbindlichen Probefahrt nutzen.
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